Was ist der VWW?

Schmetterling
Der VWW ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten, der im Juli 2005 gegründet wurde. Im Kern unserer Aktivitäten steht die Idee, aus regionalem Saatgut von naturnahen Wildstandorten Pflanzen für naturschutzgerechte Begrünungen zu produzieren. Bei Gräsern und Kräutern wird Dazu das gesammelte Saatgut in aller Regel ackerbaulich vermehrt, um es später in Mischungen wieder auszubringen. Daneben gibt es auch ein Angebot von Stauden als Topfware. Gehölze werden dagegen zumeist direkt aus Samen der Wildsammlung für die weitere Verschulung angezogen. Darüber hinaus gibt es aber auch Vermehrungsbestände für Gehölzsaatgut. Spezielle Produkte wie naturnahe Wiesen als Rollrasen oder Wiesendrusch und andere Erzeugnisse für Mähgutübertragung runden die Angebotspalette unserer Mitglieder ab. Entsprechend vielfältig sind auch unsere Mitglieder aufgestellt. Neben Saatgutvermehrern und Baumschulenfinden sich Staudengärtner, Garten- und Landschaftsbauer, Berater, Sammler, Wissenschaftler und Vertreter des Naturschutzes.

Bei Uta_KL_0233 (1)Unsere Aufgaben

Heimische Wildpflanzen sind ein unverfälschtes Naturprodukt für den behutsamen Einsatz in der freien Landschaft, der vom Bundesnaturschutzgesetz gefordert wird. Der Markt für Wildpflanzen hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Dazu muss im Handel mit Wildpflanzen ein hoher fachlicher Standard gefordert werden, um eine zuverlässige und stabile Begrünung zu erreichen. Der VWW tritt dafür ein, Standards für Wildpflanzenprodukte zu erarbeiten und zu sichern.

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Wir setzen den Standard: Unsere Zertifikate „VWW-Regiosaaten®“ und „VWW-Regiogehölze®“ sichern Herkunft und Qualität

Beide-Siegel

zum Zertifikat durch Klick auf das Siegel

Artenlisten

-> zu den Artenlisten

Mit unseren Zertifikaten VWW-Regiosaaten® und VWW-Regiogehölze® – die übrigens nicht nur Mitgliedern offen stehen – haben wir hier bereits Maßstäbe gesetzt.

Die Zertifizierung wird vom VWW organisiert aber nicht durchgeführt. Die einzigartige Vergabestruktur des Zertifikats durch eine verbandsunabhängige Kommission verhindert eine Begünstigung von Mitgliedern.

Vergabestruktur des Zertifikats

Vergabstruktur der VWW-Zertifikate

Vergabstruktur der VWW-Zertifikate

Der VWW bearbeitet die Inhalte der Zertifikatsregelwerke fortlaufend, um sie an neue Gesetzeslagen sowie an wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse anzupassen. Um die Zertifikate am Markt zu etablieren und Standards verbindlich vorzugeben, sind wir in ständigem Kontakt mit Gesetzgebern und Politikern auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Ebenso arbeiten wir mit der Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltung an der praktikablen Umsetzung neuer Gesetze. In Streitfällen unterstützen wir unsere Mitglieder in ihren Anliegen. Die Geschäftsstelle wird für Anfragen von vielen Kunden, Wissenschaftlern und Behörden genutzt. Selbstverständlich stehen wir aber auch allen Mitgliedern für fachliche Fragen, z.B. zu Sammlung, Anbau oder Zertifizierung zur Verfügung.

VWW-Regiogehölze® – unser Qualitätssiegel für gebietseigene Gehölze

Baum

Details Gehölzzertifikat

Da es bis 2013 kein bundesweit einheitliches Zertifikat für regionale Gehölze gab, hat der VWW jetzt neben dem nseit 2008 erfolgreich eingeführten Qualitätssiegel „VWW-Regiosaaten®“ ein eigenständiges Qualitätssiegel für Wildgehölze für Baumschulen und Gehölz-Saatgutproduzenten entwickelt – VWW-Regiogehölze.

Siegel VWW-Regiogehölze

VWW-Regiogehölze Regelwerk (pdf)

Das zugrundeliegende Regelwerk erfüllt alle Kriterien, die von der bundesweiten Arbeitsgruppe „gebietseigene Gehölze“ am BMU seit Oktober 2013 gefordert werden. Diese Kriterien („Empfehlungen der AG gebietseigene Gehölze zu Mindeststandards der Zertifizierung gebietseigener Gehölze“) wurden durch das BMU an die für Naturschutz zuständigen Ministerien der Länder versandt. Zudem bewegen sich die Auditkosten für den Einzelbetrieb im Vergleich zu anderen Zertifikaten in einem akzeptablen Rahmen.

RosaWichtige Merkmale unseres Zertifizierungs-Systems für VWW-Regiogehölze:

  • Auditierung der teilnehmenden Betriebe durch ein bei der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) gelistetes und renommiertes Zertifizierungsunternehmen (ABCert AG)
  • Hoher naturschutzfachlicher Standard bei der Auswahl der Entnahmestandorte („Erntebestände“)
  • Erntegenehmigung durch Naturschutzbehörden
  • durchgehende Identifizierung der Herkunft über Erntebestand-ID-Nummern bis zum verkaufsfertigen Gehölz (analog Stammzertifikat bei Forstgehölzen)
  • Nutzung vorhandener Erntebestandsregister („bestätigte Bestände“)
  • Einbindung der Forstvermehrungsgut-Regelungen
  • jährliche vor-Ort-Kontrollen der Betriebe
  • lückenlose Dokumentation und Kontrolle der Warenströme
  • Vergabe produktbezogener Zertifikate
  • Weitergabe zertifizierter Ware nur mit stückzahlbezogenen Zertifikaten
  • Unabhängige Zertifizierungskommission („Vier-Augen-Prinzip“)
  • Zertifizierung auch für Nichtmitglieder des VWW